In meiner Praxis
wurden in vier Jahren 55 Patienten mit
Ulcus cruris venosum behandelt. Selbstverständlich wurde die Diagnose vor der
Therapie gesichert. Differentialdiagn. Ulcus cruris arteriosum, diabetisches
Ulcus, traumatisches Ulcus, sowie andere relativ selten vorkommende Ulcera bei
Imunopathien und Hauttumoren.
Vor jeder Behandlung
wurden Sekundärinfektionen mit Bakterien und Pilzen gezielt antibakteriell
( Nebacetin oder
Leukase ) oder antimykotisch (Canesten) angegangen.
1. Nach wie vor dürfte die Grundlage jeder
Ulcus-Behandlung die Entstauung durch Kompressionstherapie darstellen. In
meiner Praxis wird dazu vor allem initial der Kompressionsstrumpf Hydroven IY
benutzt und zusätzlich danach ein Kompressionsverband nach Fischer angelegt.
2. Da alkalische Wunden eine schlechte und
verzögerte Heilungstendenz zeigen (Überprüfung mit Lackmuspapier) wurden die
Pat. angehalten 2 x tgl. eine mit 5%iger Kochsalzlösung angefeuchtete Kompresse
für ca. ½ Std. auf der Ulcuswunde zu belassen. Diese Behandlung hat zusätzlich
den Vorteil, daß die Ulcuswunde von abgestorbenen Gewebe gereinigt wird.
3. Nach der Kochsalz-Befeuchtung wurden die
Ulcera mindestens 3 x wöchentlich mit dem SVESA LASER ca. 3 Min. mit
Dauerstrahl behandelt. Dies hat im Vergleich zu der nicht mit LASER-Strahl
behandelten Gruppe offensichtlich zu einer stärkeren und schnelleren
Granulation des Gewebes geführt.
4. Nach der LASER-Behandlung
wurde Debrisorb Puder auf die Wunde gebracht, um die Wunde vom ständigen
Wundsekretnachfluß freizuhalten.
ERGEBNIS
: Bei sämtlichen Patienten mit Ulcus
cruris venosi konnte unter dieser Therapie ein Abheilen des Ulcus erzielt
werden. Die Dauer bis zur Abheilung betrug 3 bis 5 Wochen maximal. Bei reinem
Ulcus cruris venosum wurden bis jetzt bei einer Nachbeobachtungsdauer bis zu 3
½ Jahren keinerlei Recidive beobachtet. Allerdings wurden die Patienten nach
Abheilung sämtlich mit Kompressionsstrümpfen versorgt.
Lediglich
in 6 Fällen, wo zusätzlich ein Diabetes mell. vorliegt, traten in ca. jährlichem Abstand Rezidive auf.
(Diabetesentgleisung durch Diätfehler) Dies konnte nach erneuter
Diabeteseinstellung und relativ kurzer Behandlungsdauer nach obigem Schema
wieder zur Abheilung gebracht werden.
Bei Ulcus cruris werden die Wundränder auch mit dem freien
Laserstrahl ( SVESA LASER) behandelt,
anfangs nur 1-2 Minuten, dann eventuell zeitlich etwas steigern. Daß
dazu Lebermittel verabfolgt werden ist klar. Das Einsetzen neuer Granulation
ist die Behandlungsfolge. Ich gebe
auch hier Mucor racemosus D5 Dil. 10,0
von der Firma Sanum in Hoya, 2x wöchentlich 6 Tropfen in eine beliebige
Armbeuge einreiben. Die Laserbehandlung 1x wöchentlich anwenden. Bei
Hautzubildungen wie Altersflecke oder Flachwarzen ist mit dem Laser SVESA 1063
bester Erfolg sicher. Als flankierende Maßnahme lasse ich diese Patienten lx
tägl. 30-40 Tropfen A-E-Mulsin forte der Firma Mugos per os einnehmen. Der
Altersfleck heilt dann bald ab, bzw. die flachsitzende Warze verschwindet.