Veneer kommt aus dem englischen und kann grob mit "verdecken,
verhüllen" übersetzt werden. Im englischen Sprachgebrauch
wird das Wort aber auch für "Furnier" verwendet.
Und das beschreibt das Einsatzgebiet eines Veneers schon ganz gut.
Lange Zeit waren sie nur etwas für Superreiche gewesen,
heute sind sie schon fast bezahlbar. Aber immer noch umstritten,
da es eigentlich keine medizinische Notwendigkeit für Veneers
gibt.
Der Zahn wirft sich in Schale. Und das im wahrsten Sinne des
Wortes. Denn Veneers sind dünne Keramikschalen, die mit Dental
- Kunststoff auf den Zahn aufgeklebt werden. Dazu muß aber
vom Zahn eine nicht unerhebliche Menge gesunder Zahnhartsubstanz
entfernt werden. Die Schale hätte sonst keinen Platz und würde
überall überstehen.
Wie schon angedeutet, gibt es für Veneers so gut wie keine
medizinische Indikation. Aber durchaus eine Ästhetische.
Veneers sind gut geeignet, wenn ein Schneidezahn durch mehrere
Füllungen oder Schmelzdefekte wie ein Flickenteppich aussieht,
oder Zahnlücken zwischen den Schneidezähnen geschlossen
werden sollen.
Als Alternative zu den Veneers kommen nur Vollkeramikkronen,
oder Keramikverblendkronen in Frage.
Für beide müsste aber erheblich mehr gesunde Zahnsubstanz
geopfert werden.
Die Herstellung eines Veneers ist sehr anspruchsvoll und erfordert
große Erfahrung. Der Zahnarzt wird den Zahn so beschleifen,
daß die spätere Keramikschale eine Dicke von 0,5 bis
0,8 mm aufweist. Dann folgt ein Abdruck, der in ein zahntechnisches
Labor geschickt wird.
Ein speziell ausgebildeter Zahntechniker gießt den Abdruck
mit einem harten Gips aus und stellt das Veneer her. Nach der Anprobe
und der Passungskontrolle, wird das Veneer mit einem speziellen
Kunststoff auf den Zahn aufgeklebt. Fertig.
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