Buddhismus
in der Tschechoslowakei
– erste Hälfte des 20. Jahrhunderts
Internationale
Buddhistische Stiftung – tschechische Zweigstelle
Wer ist der Internationale Repräsentant der tschechischen Buddhisten?
Kann
es so etwas wie eine Buddhistische Psychotherapie geben?
Buddhismus
in der Tschechoslowakei
– erste Hälfte des 20. Jahrhunderts
Als erster
tschechischer buddhistischer Mönch wurde Martin Novosad im Jahre 1938
auf Sri Lanka bei dem überhaupt ersten europäischen Mönch, dem Deutschen Bhikkhu
Nyanatiloka ordiniert. Er erhielt den Namen Bhikkhu Nyanasatta. Auf
seinem Wege nach Sri Lanka unterstützte ihn der „Vater des tschechischen
Buddhismus“ Dr. Leopold Procházka aus Pilsen, ein Freund des Berliner
Dr. Paul Dahlke. Ehrwürdiger Nyanasatta hat in Zusammenarbeit mit Bhikkhu
Nyanaponika, dem Gründer der Buddhist Publication Society in Kandy,
einige Texte editiert; darunter ist am bekanntesten seine englische Übersetzung
von Satipatthana Sutta – erschienen als Wheel publication der BPS.
Bisher gibt es über die ersten tschechischen Buddhisten
Ehrw. Nyanasatta und Dr. Prochazka nur zwei
Publikationen auf Tschechisch, mehr ist jedoch bekannt über die
Alle
buddhistischen Aktivitäten in der Tschechoslowakei endeten jedoch unter der national
sozialistischen und kommunistischen Herrschaft.
Nach der
Befreiung aus sowjetischer Befehlsgewalt im November 1989 ist der Präsident der
Schweizerischen Buddhistischen Union, ein gebürtiger Prager,
Dr. Mirko
Frýba mit dem neuen tschechischen Präsidenten Václav Havel in Kontakt
getreten und hat dann im Mai 1990 an der Karls Universität eine Gastvorlesung
über Buddhismus und Psychologie gehalten.
Bereits im
Jahre 1990 waren mehrere Interessegruppen am Entstehen, die sich nur auf Vorträge
und Diskussionen über Buddhismus und buddhistische Länder (z.B. Freunde des
Tibets) beschränkten. Am aktivsten in der buddhistischen Lebenspraxis und
Meditation waren die Anhänger des koreanischen Zen, geführt von Jan Komrska,
wie auch die tibetisch orientierte Gruppe von Dr. Radek Machander. In
Prag gründete Lumír Kolíbal die Tschechoslowakische Buddhistische
Union, die jedoch nach seinem Weggang nach Amerika aufhörte zu funktionieren.
Mehrere Versuche, eine Buddhistische Dachorganisation in der
Die folgende Übersicht berücksichtigt die Entwicklung von Theravada bis Ende des
20. Jahrhunderts.
Für die
breitere Öffentlichkeit wurde am 1. November 1990 der erste Meditationskurs
intensiver Satipatthana–Vipassana angeboten, der von Mirko Frýba
durchgeführt wurde. Zum Zwecke der Ausschreibung dieses Meditationskurses haben
die Psychologin Karla Potuèková und der Dichter Tomáš
Vystrèil eine Institution gegründet, die den Namen Pøátelé
Dhammy – Dhamma Friends trug; diese Institution hat dann 1991 Libor Válek offiziell
registrieren lassen. Während den nächsten Jahren hat Mirko Frýba im Rahmen
der Ayukusala Central
European Sangha (ACES) regelmässig Satipatthana–Vipassana intensive Kurse durchgeführt.
Die Absolventen dieser Kurse haben dann in mehreren tschechischen Städten lokale Bodhi Gruppen
gegründet.
Die erste, seit 1991 bis heute gut funktionierende Theravada
Gruppe ist die Bodhi Olomouc, gegründet und geführt von Dr. Mirko Frýba und Dr. Ivana Louèková. Praktisch
alle sind von
der
prager
Gruppe Dhamma Friends in die 1993 gegründete Gruppe Bodhi Praha übergegangen.
Die
Gruppe Bodhi Praha wurde unter der Führung
von Ivo Blachowicz als eine der aktivsten tschechischen Theravada
Gruppen,
später aber in
unsaubere Geschäfte verwickelt wurde und Verleumdungen über andere Gruppen
verbreitete und sich dadurch diskreditierte. Demzufolge gründete man in Prag
eine neu Theravada Gruppe Dhammacakka Praha,
welche sich zusammen mit den Gruppen Bodhi Brno
in Brünn, Bodhi Olomouc in Olmütz
und Bodhi Svitavy in Zwitau an dem
Projekt eines Theravada Klosters beteiligt, das
Dhammarama heisst.
.
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Alle
buddhistische Gruppen die im Jahre 1993 in der Tschechischen Republik, wie auch
in der Slowakischen Republik existierten, wurden eingeladen, sich unter einem
Dach zu treffen: so ist die Internationale Buddhistische Stiftung (IBF) entstanden. Diese Institution verstand sich beider Gründung
als eine Schwesterorganisation von der International Buddhist Foundation Genf
und hat als Anfangskapital eine Spende von Dr. Mirko Frýba erhalten.
Ein Interesse für die Zusammenarbeit in dieser Institution haben allerdings nur die
damals existierenden tschechischen Theravada Gruppen gezeigt.
In der Folge
hat die vor allem von der
Ayukusala Tradition getragene IBF nur Theravada Mönche nach Tschechien eingeladen. Allen
zuvor kam der Ehrwürdige Bhikkhu Dr. Rewatadhamma Sayadaw aus Birmingham,
der dienstälteste Bhikkhu mit Aufenthalt in Europa, der als Patron von IBF
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Auf die Frage
„Wer ist der Internationale Repräsentant der tschechischen Buddhisten?“
muss man die Antwort geben „Niemand ist berechtigt, als ein Internationaler
Repräsentant der tschechischen Buddhisten aufzutreten!“
Und dies ist für die
meisten tschechische Buddhisten verschiedener Schulen und verschiedener Gruppen eine wichtige Aussage
angesichts dessen, dass es kürzlich einige selbsternannte „Repräsentanten
der tschechischen Buddhisten“ – insbesondere auf der deutschen buddhistischen Szene gab.
Eine Anfrage bei den verschiedenen Gruppen wäre daher in dieser Hinsicht empfehlenswert.
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Über
buddhistische Psychotherapie zu sprechen ist zumindest irreführend, manchmal
sogar schädlich. Die Lehre des Buddha oder die buddhistische Meditation als
eine Psychotherapie zu präsentieren, ist grobe Missdeutung von beiden, von der
Methode der Lebensmeisterung, die der historische Buddha als Dhamma bezeichnete,
als auch von den Behandlungsmethoden für Patienten, die unter dem Begriff
Psychotherapie zusammengefasst werden.
Auch in
Tschechien haben wir bereits buddhistische Meditationslehrer gehabt, die mit
pseudopsychologischen Diagnosen um sich geworfen haben und einige leichtgläubige
Meditierende geschädigt haben. Auch in der deutschsprachigern Welt wissen wir
um MeditationslehrerInnen, die sich als PsychologInnen präsentieren, obwohl sie
keine psychologische Ausbildung haben. Inwieweit buddhistische Mönche und
Nonnen als Berater oder Psychotherapeuten wirken dürften, wird (auf diesem
Server leider nur auf Englisch) in einer Vorlesung über Buddhist
Psychology
von dem Bhikkhu Ayu Kusalananda behandelt, der früher beruflich als
Ausbilder von Psychotherapeuten tätig war.
In Tschechien
gibt es eine wissenschaftlich anerkannte Psychotherapie auf der buddhistischen
Grundloage, die als Satitherapie bekannt ist, weil sie die Kultivierung von Achtsamkeit (sati) als ihr Grundverfahren
benützt. Die Satitherapie wurde in den achtziger Jahren in der Schweiz
entwickelt, sie wird jedoch auch nicht dort als eine buddhistische Psychotherapie
deklariert – trotzdem dass sie von den Matrizen des Abhidhamma
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Es gibt
buddhistische Priester und Lehrer, wobei nicht alle Mönche sind. Es gibt auch
solche, die sich (manchmal nur zeitweise) als Mönche oder Nonnen kleiden,
jedoch die mönchischen Regeln des von Buddha gelehrten Vinaya nicht einhalten.
Wie kennt man sich da aus?
Hierzu gibt es
eine – in Zusammenarbeit von deutschen und tschechischen Buddhisten – gründlich
Verfasste Anleitung:
Ein buddhistischer Mönch ist zu Besuch – Wie wir uns (nicht) verhalten sollten
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